Zuckerfrei und Vegan, geht das?

Zuckerfrei und Vegan, geht das?

Zuckerfrei und Vegan – Mein Weg

Hallo liebe Leser von Ankes Blog. Ich bin Theresa, 26 Jahre jung und lebe seit 7 Monaten zuckerfrei. Seit 5 Monaten habe ich meine Ernährung auch auf vegan umgestellt. Noch vor einem Jahr hätte ich das alles nicht für möglich gehalten. Auf das Thema Zucker bin ich zum ersten Mal durch eine Kampagne von REWE aufmerksam geworden – das war vor knapp einem Jahr. Im Januar 2018 war das Titelthema vom REWE-Kundenmagazin Zucker. Es wurde u. a. über eine Frau berichtet, die 100 Tage zuckerfrei gelebt hat. Seitdem ich das gelesen hatte, war mein Interesse geweckt. Ich achtete mehr und mehr auf die Inhaltsstoffe und brauchte im Supermarkt gleich doppelt so lange beim Einkaufen, weil ich fleißig alle Zutatenlisten verglich. Das hat mir sogar Spaß gemacht und ich fand es total interessant, wie viele unterschiedlich zusammengesetzte Inhaltsstoffe es für das quasi gleiche Produkt gibt. Zuvor hatte ich mir nie auch nur eine Sekunde darüber Gedanken gemacht, was eigentlich genau in der Tomatensoße, die ich gerade kaufe, alles drin ist und was nicht – und was vor allem gar nicht rein muss. Nach und nach habe ich meine Lebensmittel ausgetauscht. Wenn der Senf gerade leer war, habe ich beim nächsten Einkauf darauf geachtet, dass ich zuckerfreien Senf nachkaufe (was gar nicht so einfach war, bei mir auf dem Land ohne Biosupermarkt in der Nähe). Zum Glück bin ich aber doch fündig geworden. Ihr merkt, ich habe also nicht radikal von heute auf Morgen den Zucker aus meinem Leben verbannt, sondern nach und nach den Zuckerkonsum reduziert, sodass es bei mir eher eine schleichende Veränderung war und ich dementsprechend auch nicht so krasse Entzugserscheinungen hatte wie manch anderer. Im Mai 2018 habe ich mir zu meinem 26. Geburtstag das Buch meines großen zuckerfreien Vorbildes Anastasia Zampounidis „für immer zuckerfrei“ gewünscht und auch geschenkt bekommen. Ich dachte zu diesem Zeitpunkt, dass ich bereits weitestgehend zuckerfrei lebe. Nachdem ich das Buch durchgelesen hatte, wurde ich jedoch eines Besseren belehrt. Bis dahin aß ich noch fleißig Honig, Ahornsirup, Agavendicksaft und mir war nicht bewusst, was es für unglaublich viele versteckte Namen für Zucker gibt, auf die ich ja noch gar nicht so richtig geachtet hatte. Diese Süßungsmittel wurden folglich nach und nach ebenfalls aus meiner Küche verbannt und fortan nur noch mit natürlicher Süße aus frischen Früchten, Trockenobst, Zimt oder z. B. Vanille gesüßt. Im August 2018 war ich nochmal eine Woche im Urlaub mit Vollpension. Dort konnte man sich natürlich nie zu 100% sicher sein, dass kein Zucker im Essen enthalten ist. Nach diesem Urlaub habe ich dem Zucker radikal Lebewohl gesagt. Gerade in der Anfangsphase ist es wichtig, dass man (auch wenn es nicht immer leichtfällt) Restaurantbesuche, Geburtstagsfeiern mit Kaffee und Kuchen erstmal meidet und alles frisch kocht. Planung und ein geeigneter Zeitpunkt ist für eine Umstellung wirklich hilfreich.

– Positive Auswirkungen des Zuckerverzichts –

Und wer hätte es gedacht: Auch ich habe die vielen positiven Effekte eines zuckerfreien Lebens entdeckt. Ich bin seitdem viel ausgeglichener, ich habe keine Heißhungerattacken mehr, mein natürliches Sättigungsgefühlt hat sich wieder eingestellt, ich habe kaum noch Stimmungsschwankungen, selten Menstruationsbeschwerden, viel mehr Energie, keine Nachmittagsmüdigkeit und bin seitdem von Erkältungen o. ä. verschont geblieben. Das alles mag nicht ausschließlich an meinem Zuckerverzicht, sondern sicherlich auch an meiner neu entdeckten Leidenschaft für Yoga, Kochen und der Natur liegen. Eins ist aber gewiss: Ohne den Zuckerverzicht hätte ich sicher nicht die Energie, neben meinem Vollzeitjob jeden Tag zu kochen, Sport zu machen, glücklich und gesund zu sein und oben drein noch eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin zu beginnen. Früher sahen meine Tage so aus, dass ich mich nach der Arbeit erstmal müde auf die Couch gelegt, die Glotze angemacht und ungesunden Kram in mich reingestopft habe. Am meisten haben mich die unkontrollierbaren Heißhungerattacken gestört, in denen ich teilweise kurz vorm schlafen gehen noch eine Tüte Chips, Schokolade, Kochschinken und Gouda-Käse im Wechsel gegessen habe, bis mir so schlecht war, dass ich mich grad noch so ins Bett kugeln konnte. Ich bin unendlich dankbar, dass diese Zeiten der Vergangenheit angehören und liebe mein neu gewonnenes Lebensgefühl.

– Wie ich zur veganen Ernährungsweise kam –

Mein Interesse an gesunder Ernährung wuchs und wuchs und so besuchte ich Ende September 2018 die Rohvolotion in Speyer, eine Messe, die sich um rohköstliche vegane Ernährung dreht. Bis dahin hatte ich Veganer immer belächelt und konnte damit nicht wirklich viel anfangen. Tatsächlich hatte ich mich mit dem Thema aber auch noch nie ernsthaft auseinandergesetzt. Auf der Messe habe ich mir dann diverse Vorträge zu Veganismus, Tierleid und vor allem zu den gesundheitlichen Vorteilen der veganen Ernährungsweise angehört. Eine Broschüre „VEGAN-Die gesündeste Ernährung und ihre Auswirkungen auf Klima und Umwelt, Tier- und Menschenrechte“ geschrieben von Dr. med. Ernst Walter Henrich (kann man sich über www.provegan.info kostenfrei bestellen) ist mir da besonders im Kopf geblieben. Nachdem ich sie zu Hause durchgelesen hatte, war für mich klar, dass ich keine tierischen Produkte mehr essen möchte. Die Zustände, die in Schlachtbetrieben etc. herrschen, wurden so gut beschrieben, dass mir teilweise beim Lesen die Tränen liefen. Ich kann die Broschüre wirklich jedem empfehlen, der Interesse daran hat, sich mit der veganen Ernährung und auch ihren gesundheitlichen Vorteilen zu beschäftigen.

– Was zuckerfrei und vegan für mich bedeutet –

Vegan und zuckerfrei zu leben bedeutet automatisch, dass man um das selbst Kochen nicht herumkommt. Und so wurde aus mir altem Kochmuffel zusätzlich noch eine immer bessere Köchin und heute macht es mir mega Spaß neue Sachen auszuprobieren. Was Restaurantbesuche angeht, bin ich mittlerweile nicht mehr ganz so streng und gehe auch hin und wieder auswärts essen. Ich versuche dort natürlich möglichst zuckerfreie Gerichte zu bestellen, aber sicher sein kann man sich da leider nie. Auf Geburtstagen oder Familienfeiern bringe ich immer selbst gebackenen zuckerfreien Kuchen mit und habe tatsächlich schon viele (gerade in der Familie) anstecken können mit meiner Lebensweise. Alle akzeptieren es und nehmen Rücksicht. Am Anfang ist es nicht leicht, da man doch auf viel Unverständnis stößt und sich manchmal alleine fühlt, aber ich bin mir sicher, dass es sich lohnt und das Thema zukünftig immer präsenter sein wird. Für mich fühlt sich vegan und zuckerfrei nicht wie ein Verzicht an. Es ist eine pure Bereicherung. Es macht Spaß frische Lebensmittel zu verwenden, die Auswahl ist riesig, es schmeckt köstlich und die Kombinationsmöglichkeiten sind unendlich. Meine Rezepte teile ich aktuell auf Instagram. Dort heiße ich thess_veganundzuckerfrei. Schau gerne mal vorbei, ich würde mich freuen.

Liebe Grüße Theresa

2 Comments
  1. Dein Artikel hat mich sehr interessiert…Versuche seit 1 Monat zuckerreduziert zu leben und merk, dass es mir gut tut….Liebe Grüße Trixi

    1. Hallo liebe Trixi, ich finde es richtig klasse, dass Du schon 1 Monat zuckerreduziert geschafft hast. Mach weiter so. Was genau lässt Du an Zucker weg und hast Du da schon positive Ergebnisse für Dich erzielen können? Liebe Grüße, Anke

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