Zuckerarten

Zuckerarten

Welche Zuckerarten gibt es?

Wir unterscheiden Kohlenhydrate, dazu gehört Zucker, nach Art ihrer Zusammensetzung in Einfach-, Zweifach- oder Mehrfachzucker bzw. Vielfachzucker.

Einfachzucker besteht aus 1 Zuckermolekül und schmeckt sehr süß. Einfachzucker sind Glucose (Traubenzucker), Fruktose (Fruchtzucker) und Galaktose (Schleimzucker). Wenn der Körper ein Motor wäre, so wäre Glucose Superbenzin. Im Gegensatz dazu lassen Fruktose und Galaktose den Blutzuckerspiegel nicht ansteigen. Mehr zum Thema Fruktose und was genau sie im Körper bewirkt, werde ich in einem meiner nächsten Blogartikel veröffentlichen, es bleibt also spannend.

Zweifachzucker besteht aus 2 Einfachzuckern und ist ebenfalls sehr süß. Zum Zweifachzucker gehört zum Beispiel Laktose (Milchzucker). Das ist der in der Milch enthaltende Zuckeranteil. Laktose, wissen wir, ist für viele Erwachsene schwer verträglich. Sie leiden unter einer Laktose-Intoleranz, da der Darm nicht das Enzym Laktose zur Spaltung des Milchzuckers in Laktase bilden kann. Maltose (Malzzucker) und Saccharose (Rohr-und Rübenzucker) gehören ebenfalls zum Zweifachzucker. Isomaltulose wird aus Rübenzucker mit Hilfe von Enzymen und anderen chemischen Verbindungen gewonnen. Isomaltulose (geringe Mengen in Honig zum Beispiel) lässt den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen.

Mehrfachzucker besteht aus 3 – 9 Einfachzuckermoleküle. Diese kommen vor allem in Hülsenfrüchten vor, z. B. in Erbsen und Bohnen.
Kichererbsen haben Dreifachzuckermoleküle. Das ist erstaunlich und phänomenal zugleich. Dreifachzucker ist zwar unverdaulich, wirkt aber
im Darm probiotisch. Das bedeutet, er steigert das Wachstum von erwünschten Bakterien.

Vielfachzucker hat mindestens 10 Einfachzuckermolekülen. Diese sind reichlich in Getreideprodukten vorhanden, wie Brot, Nudeln, Reis, Mais, Knollengemüse und Kartoffel. Reis und Kartoffel lassen zum Beispiel den Blutzuckerspiegel ziemlich rasch ansteigen. Bei der Kartoffel allerdings spielt tatsächlich die Zubereitung eine Rolle. Grundsätzlich gilt: Je weniger verarbeitet, desto besser für uns! Zu Püree verarbeitete Kartoffeln haben zum Beispiel eine großere Wirkung auf unseren Blutzuckerspiegel. Macht man Butter und Milch in das Püree kann man das Ganze aber auch wieder abfedern.

Tipp: “Vor dem Essen oder während der Weiterverarbeitung zu einem anderen Kartoffelgericht die Knollen kurz abkühlen lassen. Dabei entsteht resistente Stärke, ein langkettiges Kohlenhydrat, das vom Körper besonders langsam verdaut wird und kaum auf den Blutzuckerspiegel wirkt.”

Wie oben schon erwähnt, schmecken Einfachzucker und Zweifachzucker sehr süß. Je länger die Zuckerketten werden, wie beim Mehrfach- und Vielfachzucker, desto weniger süß ist der Geschmack. So unterschiedlich wie die Zuckerarten sind, so unterschiedlich ist auch die Wirkung auf den Stoffwechsel. Kurzkettiger Zucker katapultiert den Blutzuckerspiegel gleich nach dem Verzehr nach oben und wird schnell dank Insulin in Muskeln und Leber geleitet. Ein Überschuss wird als Fett eingelagert. Bei langkettigem Zucker verlangsamt sich dieser Vorgang deutlich.

Einfachzucker: Glukose, Fruktose und Galaktose

Zweifachzucker: Laktose, Maltose, Saccharose und Isomaltulose

Mehrfachzucker: Stachyose und Verbascose

Vielfachzucker: Stärke, Dextrine, Inulin, Ballaststoffe

 

Ich wurde auf Instagram und von meinen Kollegen mehrfach gefragt, und was ist mit Honig?

Auch Honig ist leider Zucker!

Er besteht aus Fruktose, Glukose und anderen Zuckerarten. Den gesunden Ruf hat der Honig auf Grund seiner entzündungshemmenden Enzyme erhalten. Wenn Ihr Honig in ein heißes Glas Wasser gebt, könnt Ihr genauso gut Zucker in ein Glas schütten. Die wertvollen, entzündungshemmenden Stoffe sind hitzempfindlich. Lieber bei Entzündungen im Körper eine Teelöffel pur essen;-).

Honig sollte roh als Genussmittel dienen, nicht als Nahrungsmittel.

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